Das Berufsgeheimnis in den freien Berufen: Untersuchungen z. by Bernhard Wiebel

By Bernhard Wiebel

Die vorliegende Veroffentlichung ist der unveranderte Abdruek der im August 1967 bei der Philosophisehen Fakultat der Westfalisehen Wilhelms Universitat zu Mtinster eingereiehten Dissertation des Verfassers. Die Arbeit geht auf eine Anregung von Prof. Dr. Helmut Sehelsky aus dem Jahre 1960 zurtiek. Heute - speedy einJahrzehnt spater - salary ieh die Fest stellung, dal3 ihre Thematik wenig oder niehts an Aktualitat eingebtil3t hat. Mein besonderer Dank gebtihrt der Fritz Thyssen-Stiftung, die mir dureh einStipendium Urlaub vom juristisehen Vorbereitungsdienst ermogliehte. Mit Dankbarkeit nenne ieh aueh die Stiftung zur Forderung der wissen sehaftliehen Forsehung tiber Wesen und Bedeutung der freien Berufe - Ludwig Sievers-Stiftung -, die mir einen Forderbeitrag zur Veroffent lie hung gewahrt hat. Bonn, im Dezember 1969 five Inhaltsverzeichnis five Vorwort . Einleitung nine I. Abschnitt: Das Berufsgeheimnis als Kernproblem berufssoz- logischer examine . . . . . . . . . . . . . . 14 1 Die arztliche Verschwiegenheitspflicht . . . . . . . . 14 2 Die Verschwiegenheitspflicht des Rechtsanwalts und Strafverteidigers. . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 31 II. Ahschnitt: Geschichtliche Aspekte des Berufsgeheimnisses forty seven three Zur Geschichte des arztlichen Berufes . . . . . . . . . forty eight 1. Die griechischen Arzte im Zeitalter des Hippokrates . forty eight 2. Die indischen Arzte im brahmanischen Zeitalter fifty three three. Arzte und Hebammen im Mittelalter. . . . . . . . fifty six four. Der Hausarzt der burgerlichen Oesellschaft . . . sixty one four Der Rechtsanwalt und die Entwicklung des modernen Gerichtswesens in Deutschland . . . . . . . . . . . . sixty seven five Exkurs: Geschichtliche Aspekte der Verschwiegenheitspflicht des Geistlichen. . . . . . . . . . . . . . . . . . seventy three III. Abschnitt: Das Berufsgeheimnis in der modernen Gesellschaft eighty four 6 Zur Problematik des arztlichen Berufsgeheimnisses. eighty four 1. Strukturwandel des Arzt-Patient-yerhaltnisses . . eighty four a) Der Arzt als Therapeut . . . . . .

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Ga:nz gleich nun, ob religios-magische Vorstellungen "Siihne" zur Wiederherstellungder verletzten Ordnung ford ern, ob der Ruf nach "Rache" laut wird, ob das "RechtsgefUhl" der Allgemeinheit sich gegen die Verletzung seiner "heiligsten Rechtsgiiter" wehrt oder die Trager der politischen Herrschaft aus politisch- zweckrationalen Motiven der Wiederholung eines solchen Angriffs vorbeugen wollen, in jedem Fall besteht fUr den einer Straftat Verdachtigen die Gefahr, recht- und schutzlos zu werden. Diese ist auch dort nicht ganz gebannt, wo die Gesellschaftsordnung grundsatzlich eine "Wiirde" des einzelnen Menschen anerkennt, das Individuum also nichtlediglich als ein unselbstandiger Teil in einem sozialen Ganzen gilt, und wo die Einrichtung eines regularen Strafverfahrens die Inhaber der Herrschaftspositionen an der willkiirlichen Ausiibung ihrer Macht hindert; denn ob nun materiale Forderungen einer religiOsen Ethik oder solche der politis chen Rason durch eine Straftat ernsthaft als verletzt gelten, immer wird eine starke Tendenz vorhanden sein, aus Griinden des "offentlichen Wohls" gegeniiber der Justiz auf der optimalen ErfUllung der Forderung zu bestehen, daf3 der Tater auf gar keinen Fall seiner "gerechten" Strafe entkommen diirfe.

Hilfe geben dem Klienten die M6glichkeit, mit den ihm von der Rechtsordnung gestellten Problemen fertig zu werden. Urn dies leisten zu k6nnen, ist er ebenso wie der Arzt in hohem Ma13e darauf angewiesen, bestimmte Kenntnisse und Informationen von seinem Klienten zu erlangen. Wenn man den Charakter dieser Informationen mit denen vergleicht, welche der Arzt bei der Behandlung ben6tigt, so fallt vor aHem auf, da13 der Anteil an "intimen" Kenntnissen wesentlich geringer ist. Gewi13, Ehescheidungsfalle, Erbstreitigkeiten und ahnliche 32 Konflikte bescheren dem Anwalt manchmal mehr Kenntnisse intimen Charakters, als ihm lieb ist; ahnliches gilt auch haufig fUr den Strafverteidiger.

Der hippokratische Arzt wurde fUr seine Leistung bezahlt, und da nach griechischer Anschauung aIle, die fUr Geld arbeiteten, mit Geringschatzung betrachtet wurden, war seine gesellschaftliche Stellung nicht gerade hoch. " (6) Wenn man das hier kurz skizzierte Bild arztlicher Tatigkeit im Zeitalter der griechischen Klassik der im hippokratischen Eid formulierten Ver49 schwiegenheitspflicht gegenuberstellt, dann drangt sich die Frage auf, ob und warum das Berufsgeheimnis in der Ethik der hippokratischen Arzte eine so herv'orragende Rolle spielte, wie es sich aus dem Wortlaut des Eides, ja schon aus der Tatsache einer solchen ausdrucklichen Verpflichtung uberhaupt, zu ergeben scheint.

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